Faltbare Smartphones werden immer dünner – und nähern sich damit zunehmend klassischen Smartphones an. Honor zeigt mit seinem neuen Magic V6, wie weit die Entwicklung inzwischen fortgeschritten ist. Das Foldable misst zusammengeklappt nur 8,75 Millimeter und wiegt rund 219 Gramm.
Trotzdem steckt im Gehäuse ein ungewöhnlich großer 6.660-mAh-Akku. Nach der internationalen Präsentation kommt das Honor Magic V6 nun in weiteren Märkten in den Handel.
Nur 8,75 Millimeter dick
Besonders beeindruckend sind die Abmessungen des neuen Foldables.
In der weißen Variante misst das Honor Magic V6 im zusammengeklappten Zustand lediglich 8,75 Millimeter. Aufgeklappt sind es sogar nur 4,0 Millimeter.
Das Gewicht liegt bei rund 219 Gramm.
Damit bewegt sich das faltbare Smartphone inzwischen in Dimensionen, die noch vor wenigen Jahren bei dieser Geräteklasse kaum vorstellbar waren. In der Hand soll sich das Magic V6 dadurch deutlich stärker wie ein gewöhnliches Smartphone anfühlen als frühere Foldables.
Fast acht Zoll großes Display zum Aufklappen
Trotz der kompakten Abmessungen bietet das Magic V6 im geöffneten Zustand eine große Arbeitsfläche.
Außen befindet sich ein 6,52 Zoll großes Display. Nach dem Aufklappen steht ein 7,95 Zoll großes Innendisplay zur Verfügung.
Beide Displays unterstützen eine adaptive Bildwiederholrate von bis zu 120 Hertz.
Honor gibt für das Außendisplay eine maximale Helligkeit von bis zu 6.000 Nits und für das Innendisplay bis zu 5.000 Nits an.
Damit soll das Foldable auch bei hellem Umgebungslicht gut ablesbar bleiben.
6.660-mAh-Akku trotz extrem dünnem Gehäuse
Noch bemerkenswerter als die Abmessungen ist möglicherweise der Akku.
Honor verbaut einen 6.660 mAh großen Silizium-Carbon-Akku. Nach Angaben des Herstellers handelt es sich um den bislang größten Akku in einem faltbaren Smartphone.
Die Silizium-Carbon-Technologie ermöglicht eine höhere Energiedichte als bei klassischen Smartphone-Akkus. Dadurch lässt sich mehr Kapazität auf vergleichsweise kleinem Raum unterbringen.
Genau diese Technik könnte für die weitere Entwicklung faltbarer Smartphones entscheidend werden. Bei besonders dünnen Foldables steht den Herstellern schließlich deutlich weniger Platz für den Akku zur Verfügung.
Geladen wird das Magic V6 mit bis zu 80 Watt per Kabel oder 66 Watt kabellos.
Auch Reverse Wireless Charging wird unterstützt.
Snapdragon 8 Elite Gen 5 sorgt für Leistung
Bei der Leistung macht Honor ebenfalls keine größeren Kompromisse.
Im Inneren arbeitet Qualcomms Snapdragon 8 Elite Gen 5, der im 3-Nanometer-Verfahren gefertigt wird.
Damit positioniert Honor das Magic V6 klar als High-End-Smartphone und nicht lediglich als technisches Experiment mit faltbarem Display.
Auch anspruchsvolle Spiele sollen auf dem großen Innendisplay mit hohen Bildraten möglich sein.
Drei Kameras inklusive Periskop-Teleobjektiv
Interessant ist die Kameraausstattung insbesondere im Vergleich zu den derzeit kursierenden Gerüchten über Apples erstes faltbares iPhone.
Während Apple bei seinem Foldable möglicherweise auf ein Teleobjektiv verzichten wird, integriert Honor eine komplette Triple-Kamera.
Zum Einsatz kommen eine 50-Megapixel-Hauptkamera, eine 64-Megapixel-Periskop-Telekamera und eine 50-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera.
Gerade die Integration eines Periskop-Teleobjektivs ist angesichts des nur vier Millimeter dünnen Gehäuses im aufgeklappten Zustand bemerkenswert.
Honor verspricht robustes Scharnier
Eine der entscheidenden Fragen bei jedem Foldable bleibt die Haltbarkeit.
Honor setzt beim Magic V6 auf ein sogenanntes Super Steel Hinge. Das Scharnier soll nach Herstellerangaben bis zu 500.000 Faltvorgänge verkraften.
Das Innendisplay verwendet flexibles UTG-Glas. Honor spricht außerdem von einer nahezu unsichtbaren Displayfalte.
Hinzu kommen Zertifizierungen nach IP68 und IP69 für Schutz gegen Staub und Wasser unter den dafür vorgesehenen Testbedingungen.
Damit versucht Honor, gleich mehrere klassische Schwachpunkte früherer Foldable-Generationen zu beseitigen.
Zusammenarbeit mit Apple-Geräten
Ungewöhnlich ist auch, dass Honor ausdrücklich die Zusammenarbeit mit Geräten aus Apples Ökosystem verbessert hat.
Über Honor Share sollen sich unter anderem Dateien mit iPhones und MacBooks austauschen lassen. Auch Benachrichtigungen können zwischen Geräten geteilt werden.
Damit versucht Honor offenbar, auch Nutzer anzusprechen, die bereits Apple-Produkte verwenden, aber beim Smartphone auf Android setzen möchten.
Marktstart für rund 1.800 Euro
Auf den Philippinen kostet das Honor Magic V6 119.999 philippinische Peso. Umgerechnet entspricht das grob einem Preisbereich von deutlich über 1.500 Euro, wobei sich daraus kein möglicher deutscher Verkaufspreis ableiten lässt.
Die Vorbestellungen laufen dort vom 25. August bis zum 4. September 2026.
Honor bietet das Gerät in den Farben Rot, Gold und Weiß an.
Wann beziehungsweise zu welchem Preis das Magic V6 in weiteren europäischen Märkten verfügbar sein wird, hängt von Honors regionaler Produktplanung ab.
Fazit
Das Honor Magic V6 zeigt eindrucksvoll, wohin sich faltbare Smartphones entwickeln.
Mit 8,75 Millimetern Dicke und 219 Gramm kommt das Gerät einem klassischen Smartphone immer näher. Gleichzeitig bietet es aufgeklappt ein fast acht Zoll großes Display.
Besonders interessant ist jedoch der 6.660-mAh-Silizium-Carbon-Akku. Wenn Hersteller große Akkus künftig trotz immer dünnerer Gehäuse unterbringen können, fällt einer der bislang größten Kompromisse bei Foldables zunehmend weg.
Mit großem Akku, Periskop-Telekamera und einem Gewicht von kaum mehr als 200 Gramm zeigt Honor gleichzeitig, dass ein modernes Foldable nicht zwangsläufig bei klassischer Smartphone-Hardware Abstriche machen muss.
Quellen: Honor / Newsbytes Philippines