Samsungs neue Foldable-Generation kommt in Europa offenbar deutlich besser an als ihre Vorgänger. Galaxy Z Fold8 Ultra, Galaxy Z Fold8 und Galaxy Z Flip8 haben gemeinsam einen neuen europäischen Vorbestellrekord für faltbare Samsung-Smartphones aufgestellt. Besonders interessant: Ausgerechnet das neu positionierte Galaxy Z Fold8 entwickelt sich zum gefragtesten Modell der neuen Serie.
Samsung begleitet den erfolgreichen Verkaufsstart nun mit ersten Kundenbewertungen aus Europa. Doch wie groß ist der Erfolg tatsächlich – und was sagt er über den Foldable-Markt aus?
Mehr als 17 Prozent über dem bisherigen Rekord
Bereits kurz vor dem Verkaufsstart am 7. August hatte Samsung gemeldet, dass die neue Galaxy-Z-Serie den bisherigen europäischen Vorbestellrekord für Foldables um mehr als 17 Prozent übertroffen habe.
Noch deutlicher fällt der Vergleich mit der direkten Vorgängergeneration aus: In den ersten elf Tagen nach der Vorstellung lagen die europäischen Vorbestellungen für die neue Z-Serie nach Samsung-Angaben mehr als 20 Prozent über denen von Galaxy Z Fold7 und Galaxy Z Flip7 im Vorjahr.
Damit erreicht Samsung mit seinen Foldables offenbar deutlich mehr Käufer als noch mit der vorherigen Generation.
Galaxy Z Fold8 macht rund 40 Prozent der Vorbestellungen aus
Der eigentliche Überraschungserfolg ist dabei das Galaxy Z Fold8.
Das Modell steht laut Samsung für rund 40 Prozent aller europäischen Vorbestellungen der neuen Galaxy-Z-Serie.
Das ist bemerkenswert, weil Samsung 2026 gleich drei unterschiedliche Foldable-Konzepte anbietet: das kompakte Galaxy Z Flip8, das besonders ausgestattete Galaxy Z Fold8 Ultra und das neu gestaltete Galaxy Z Fold8.
Offenbar trifft gerade das reguläre Fold8 einen interessanten Mittelweg.
Fold8 und Fold8 Ultra legen gemeinsam deutlich zu
Auch der Vergleich mit dem Fold7 zeigt, dass Samsungs größere Foldables an Bedeutung gewinnen.
Nach Angaben des Herstellers lagen die kombinierten europäischen Vorbestellungen von Galaxy Z Fold8 und Galaxy Z Fold8 Ultra rund 70 Prozent über denen des Galaxy Z Fold7.
Damit scheint sich innerhalb des Foldable-Marktes möglicherweise etwas zu verschieben.
Während kompakte Flip-Smartphones lange als massentauglichere Variante faltbarer Geräte galten, gewinnen die größeren Modelle offenbar deutlich an Attraktivität.
Gerade sie bieten schließlich den entscheidenden Foldable-Vorteil: ein Smartphone, das sich bei Bedarf in ein kleines Tablet verwandelt.
Europäische Käufer bewerten die Geräte positiv
Am 26. August hat Samsung nun zusätzlich erste Rückmeldungen europäischer Käufer veröffentlicht.
Nach Herstellerangaben erreichen die neuen Modelle bei frühen Kundenbewertungen im Durchschnitt 4,8 von 5 Sternen.
Besonders häufig positiv bewertet würden unter anderem die Displays, die Kameras und das überarbeitete Design der Geräte.
Solche Angaben sollte man allerdings einordnen: Die Auswertung stammt von Samsung selbst und frühe Käufer eines neuen Premiumprodukts sind nicht zwangsläufig repräsentativ für den gesamten Smartphone-Markt.
Interessanter als die Bewertungen sind deshalb die konkreten Vorbestellzahlen.
Trotz hoher Preise wächst die Nachfrage
Der Erfolg ist auch deshalb bemerkenswert, weil Samsungs neue Foldables alles andere als günstig sind.
In Deutschland startete das Galaxy Z Flip8 bei 1.299 Euro, das Galaxy Z Fold8 bei 1.999 Euro und das Galaxy Z Fold8 Ultra bei 2.199 Euro.
Damit bewegen sich insbesondere die Fold-Modelle preislich deutlich oberhalb gewöhnlicher Premium-Smartphones.
Dass die Nachfrage trotzdem gegenüber der Vorgängergeneration steigt, spricht dafür, dass faltbare Smartphones zunehmend auch außerhalb einer kleinen Gruppe von Technik-Enthusiasten Käufer finden.
Von einem Massenmarkt kann angesichts solcher Preise allerdings weiterhin kaum die Rede sein.
Warum gerade das Galaxy Z Fold8 interessant ist
Samsung hat das Galaxy Z Fold8 innerhalb der Serie neu positioniert.
Das Gerät soll stärker zwischen klassischem Smartphone und großem Foldable vermitteln. Im geschlossenen Zustand soll es sich unkomplizierter wie ein normales Smartphone verwenden lassen, während nach dem Aufklappen eine deutlich größere Arbeits- und Medienfläche zur Verfügung steht.
Genau diese Kombination könnte erklären, warum das Modell einen so hohen Anteil an den Vorbestellungen erreicht.
Denn eines der bisherigen Probleme großer Foldables war ihr Kompromiss im geschlossenen Zustand: Sie waren häufig vergleichsweise dick, schwer oder ungewöhnlich schmal.
Je stärker sich ein Foldable geschlossen wie ein normales Smartphone anfühlt, desto geringer wird dieser Nachteil.
Sind Foldables auf dem Weg in den Mainstream?
Ein Vorbestellrekord allein bedeutet noch nicht, dass faltbare Smartphones unmittelbar zum Massenprodukt werden.
Vorbesteller gehören häufig zu den besonders technikaffinen Käufern. Außerdem veröffentlicht Samsung keine absoluten europäischen Stückzahlen, wodurch sich die tatsächliche Größenordnung des Erfolgs nur eingeschränkt beurteilen lässt.
Trotzdem ist die Entwicklung interessant.
Wenn eine neue Foldable-Generation trotz Preisen von bis zu deutlich über 2.000 Euro ihre Vorgänger übertrifft, zeigt das zumindest, dass das Interesse an dieser Geräteklasse nicht nachlässt.
Im Gegenteil: Die Kombination aus verbessertem Formfaktor, größeren Displays und zunehmend ausgereifter Technik scheint mehr Käufer zu überzeugen.
Konkurrenz dürfte den Markt zusätzlich beleben
Für Samsung könnte dieser Vorsprung allerdings bald wichtiger werden.
Google und andere Android-Hersteller investieren weiter in faltbare Smartphones. Gleichzeitig wird seit Jahren über Apples Einstieg in den Foldable-Markt spekuliert.
Sollte tatsächlich ein faltbares iPhone erscheinen, dürfte die Aufmerksamkeit für die gesamte Produktkategorie nochmals deutlich steigen.
Samsung hätte dann einen entscheidenden Vorteil: Der Hersteller könnte bereits auf viele Generationen Erfahrung mit faltbaren Displays und Scharnieren zurückgreifen.
Fazit: Das Foldable wird erwachsen
Samsungs neue Rekordzahlen sind ein weiteres Indiz dafür, dass Foldables ihre reine Experimentierphase zunehmend verlassen.
Besonders spannend ist dabei nicht unbedingt der neue Rekord selbst, sondern welches Modell ihn antreibt: Das Galaxy Z Fold8 steht allein für rund 40 Prozent der europäischen Vorbestellungen.
Das deutet darauf hin, dass Käufer nicht einfach nur ein faltbares Smartphone suchen. Entscheidend scheint vielmehr zu sein, dass das Gerät im Alltag möglichst wenige Kompromisse gegenüber einem normalen Smartphone verlangt.
Wenn Hersteller gleichzeitig die Preise senken können, könnte genau dieser Punkt den nächsten großen Entwicklungsschritt für Foldables einleiten.
Quellen
Samsung Newsroom, 26. August 2026: Erste europäische Kundenbewertungen der Galaxy-Z-Serie
Samsung Newsroom, 6. August 2026: Europäischer Vorbestellrekord der Galaxy-Z-Serie
Samsung Newsroom Deutschland: Vorbestellungen und Marktstart der Galaxy-Z-Serie 2026