Faltbare Handys

Samsung unter Druck: Galaxy Z TriFold 2 könnte wegen Apples iPhone Duo früher kommen

Apples Einstieg in den Markt für faltbare Smartphones könnte bereits Auswirkungen auf die Produktplanung der Konkurrenz haben. Samsung soll einem neuen Bericht zufolge darüber nachdenken, die zweite Generation seines dreifach faltbaren Smartphones früher als ursprünglich geplant auf den Markt zu bringen.

Das Galaxy Z TriFold 2 soll dabei nicht nur früher erscheinen, sondern gleichzeitig dünner, leichter und widerstandsfähiger werden.

Auslöser für die Überlegungen soll unter anderem das neue iPhone Duo sein.

Apple erhöht den Druck auf Samsung

Samsung gehört zu den Pionieren des modernen Foldable-Marktes und verfügt inzwischen über jahrelange Erfahrung mit faltbaren Smartphones.

Mit Apples Einstieg verändert sich die Situation allerdings deutlich.

Das iPhone Duo dürfte Apple innerhalb kurzer Zeit zu einem der größten Foldable-Anbieter machen. Verschiedene Marktforscher rechnen bereits für die kommenden Jahre mit erheblichen Marktanteilen.

Samsung scheint darauf reagieren zu wollen.

Nach Informationen des Leakers Lanzuk erwägt das Unternehmen, den Entwicklungs- und Veröffentlichungszeitplan für das Galaxy Z TriFold 2 zu beschleunigen.

Eine endgültige Entscheidung oder einen konkreten Termin gibt es allerdings noch nicht.

TriFold 2 soll dünner und leichter werden

Neben einem möglichen früheren Marktstart arbeitet Samsung offenbar an mehreren Verbesserungen gegenüber der ersten Generation.

Das Galaxy Z TriFold 2 soll vor allem dünner und leichter werden.

Gerade das Gewicht ist bei Geräten mit zwei Scharnieren und drei Gehäusesegmenten eine besondere Herausforderung. Gleichzeitig soll Samsung an einer höheren Widerstandsfähigkeit arbeiten.

Damit würde das Unternehmen gleich mehrere typische Schwachpunkte komplexer Foldables angehen.

Preis könnte überraschend stabil bleiben

Interessant ist außerdem die angebliche Preisstrategie.

Trotz der technischen Verbesserungen soll Samsung versuchen, den Preis des Galaxy Z TriFold 2 ungefähr auf dem Niveau der ersten Generation zu halten.

Der Vorgänger startete in den USA bei 2.899 US-Dollar.

Damit bleibt ein Tri-Fold zwar ein ausgesprochen teures Smartphone, eine weitere deutliche Preissteigerung soll Samsung aber offenbar vermeiden wollen.

Gerade nach Apples Einstieg dürfte der Preis zunehmend wichtig werden. Das iPhone Duo startet in den USA schließlich bei 1.999 Dollar.

Samsung arbeitet gleichzeitig am nächsten Formfaktor

Samsung soll seine Entwicklungsarbeit aber nicht auf klassische Foldables und Tri-Folds beschränken.

Parallel arbeitet das Unternehmen Berichten zufolge an einem Smartphone mit einem ausrollbaren beziehungsweise ausfahrbaren OLED-Display.

Bei einem solchen Gerät wird die Bildschirmfläche nicht durch ein klassisches Scharnier vergrößert. Stattdessen befindet sich ein Teil des flexiblen Displays zunächst im Gehäuse und wird bei Bedarf herausgeschoben beziehungsweise ausgerollt.

Samsung Display demonstriert entsprechende Konzepte bereits seit mehreren Jahren.

Nun könnte die Technik den nächsten Schritt in Richtung Serienprodukt machen.

2027 könnte zum nächsten großen Foldable-Jahr werden

Wann Samsung das Galaxy Z TriFold 2 tatsächlich vorstellen wird, ist noch offen.

Bislang gilt 2027 weiterhin als wahrscheinlich. Sollte Samsung seine ursprünglichen Planungen tatsächlich beschleunigen, könnte das neue Tri-Fold allerdings früher im Jahr erscheinen als bislang erwartet.

Fest steht bislang lediglich, dass Apples Einstieg Bewegung in einen Markt bringt, den Samsung über Jahre maßgeblich geprägt hat.

Und der Wettbewerb beschränkt sich längst nicht mehr auf klassische Foldables: Book-Style-Geräte, Flip-Smartphones, Tri-Folds und möglicherweise bald ausrollbare Displays kämpfen um die Frage, welcher Formfaktor sich langfristig durchsetzen wird.