Motorola könnte noch vor Weihnachten 2026 ein weiteres faltbares Smartphone vorstellen. Unter dem vorläufigen Namen Motorola Razr Flex soll ein besonders kompaktes Foldable entstehen, das sich deutlich von den klassischen Modellen mit großem Innendisplay unterscheidet. Ein umfangreicher Leak liefert jetzt zahlreiche technische Details – vom Display über den Prozessor bis zur Akkukapazität.
Besonders auffällig ist das ungewöhnliche Format: Während viele Hersteller ihre Foldables als Mischung aus Smartphone und Tablet positionieren, könnte Motorola einen anderen Weg einschlagen.
Nur 4,97 Zoll außen und 6,92 Zoll innen
Laut Informationen, die ursprünglich von Android Headlines veröffentlicht wurden, soll das Motorola Razr Flex ein 4,97 Zoll großes Außendisplay erhalten. Dieses soll mit 1.736 × 1.140 Pixeln auflösen.
Aufgeklappt steht dem Nutzer angeblich ein 6,92 Zoll großes OLED-Display mit 2.364 × 1.728 Pixeln zur Verfügung. Die Bildwiederholrate könnte bis zu 165 Hertz erreichen.
Damit wäre das faltbare Innendisplay deutlich kleiner als bei vielen aktuellen Book-Style-Foldables. Motorola scheint weniger auf maximale Bildschirmfläche als vielmehr auf eine kompakte Bauweise zu setzen.
Das Konzept könnte insbesondere Nutzer ansprechen, denen gewöhnliche Smartphones inzwischen zu groß geworden sind, die aber trotzdem nicht auf eine großzügige Bildschirmfläche verzichten möchten.
Kompaktes Gehäuse, aber nicht besonders dünn
Auch die durchgesickerten Abmessungen unterstreichen den ungewöhnlichen Ansatz.
Zusammengeklappt soll das Razr Flex lediglich 110 × 76 Millimeter messen. Die Dicke wird allerdings mit 12,6 Millimetern angegeben.
Aufgeklappt sollen es 110 × 149 × 5,8 Millimeter sein. Das Gewicht könnte bei rund 215 Gramm liegen.
Damit wäre das Gerät zwar kürzer als viele konkurrierende Foldables, aber im zusammengeklappten Zustand vergleichsweise dick.
Motorola könnte außerdem auf stark abgerundete Gehäusekanten setzen, um das Gerät angenehmer in der Hand liegen zu lassen.
Snapdragon-Prozessor und 12 GB Arbeitsspeicher
Im Inneren soll Qualcomms Snapdragon 8 Gen 5 arbeiten. Hinzu kommen den Gerüchten zufolge 12 GB Arbeitsspeicher und 256 GB interner Speicher.
Als Betriebssystem wird Android 17 erwartet.
Die Kombination dürfte für anspruchsvolle Anwendungen und Multitasking ausreichend Leistung bieten. Allerdings würde Motorola damit nicht unbedingt auf den leistungsstärksten verfügbaren Prozessor setzen.
Möglicherweise könnte diese Entscheidung helfen, den Verkaufspreis unter dem besonders teurer Konkurrenzmodelle zu halten.
5.000-mAh-Akku und vier Kameras
Für die Energieversorgung ist angeblich ein 5.000 mAh großer Akku vorgesehen. Unterstützt werden soll auch kabelloses Laden mit bis zu 25 Watt.
Auf der Rückseite könnte Motorola zwei Kameras mit jeweils 50 Megapixeln verbauen. Dabei soll es sich um eine Hauptkamera und eine Ultraweitwinkelkamera handeln.
Zusätzlich werden zwei Selfiekameras mit jeweils 32 Megapixeln erwartet – eine für das Außendisplay und eine für den aufgeklappten Zustand.
Weitere durchgesickerte Ausstattungsmerkmale umfassen Wi-Fi 7, Bluetooth 6.0 und einen Schutz nach IP48 beziehungsweise IP49.
Motorola setzt auf ein anderes Foldable-Konzept
Das Razr Flex könnte sich vor allem durch seine Größe von anderen faltbaren Smartphones abheben.
Während Geräte wie das Samsung Galaxy Z Fold8 oder Apples iPhone Duo beim Aufklappen eine tabletähnliche Arbeitsfläche bieten, scheint Motorola ein besonders handliches Smartphone entwickeln zu wollen.
Der Vorteil wäre ein kleineres Gerät für die Hosentasche, das sich bei Bedarf in ein breiteres Smartphone verwandeln lässt.
Der Nachteil: Mit 6,92 Zoll bietet das Innendisplay nicht annähernd so viel Fläche wie die größten Foldables. Ob das ungewöhnliche Format im Alltag überzeugt, dürfte deshalb besonders von der Softwareanpassung abhängen.
Vorstellung möglicherweise im Dezember 2026
Der Leak nennt Mitte Dezember 2026 als möglichen Vorstellungstermin. Offiziell bestätigt wurde dieser Zeitpunkt bislang nicht.
Auch der endgültige Produktname und der Verkaufspreis sind noch unbekannt. Als mögliche Farbvarianten werden „Coriander“ und „Dark Botanical Garden“ genannt.
Motorola hat bereits Hinweise auf ein breites Foldable gegeben. Die konkreten technischen Daten stammen jedoch aus inoffiziellen Quellen.
Fazit: Sollte sich der Leak bestätigen, könnte das Motorola Razr Flex eine interessante Alternative zu den immer größer werdenden faltbaren Smartphones werden. Statt eines Smartphones mit Tablet-Ambitionen würde Motorola ein besonders kompaktes Gerät mit faltbarem Bildschirm anbieten. Entscheidend dürften am Ende der Preis und die praktische Nutzbarkeit des ungewöhnlichen Formats sein.

