Faltbares iPhone: Ist Apples Display wirklich ohne sichtbare Falte?
Apples erstes faltbares iPhone rückt näher – und eine der spannendsten Fragen ist noch immer nicht eindeutig beantwortet: Wird Apple tatsächlich das erste Foldable auf den Markt bringen, bei dem die typische Falte im Display praktisch nicht mehr zu erkennen ist?
Seit Monaten halten sich Berichte, wonach Apple besonders hohe Anforderungen an das faltbare Display stellt. Die sichtbare Falte entlang der Scharnierachse gilt schließlich bis heute als einer der auffälligsten Kompromisse faltbarer Smartphones.
Frühe Tester sollen mit dem Foldable zufrieden sein
Neue Aufmerksamkeit bekommt das Thema durch einen aktuellen Bericht von TechAdvisor. Demnach soll Apples Foldable bei ersten Tests grundsätzlich positives Feedback erhalten haben.
Das ist durchaus bemerkenswert, denn die offizielle Vorstellung könnte unmittelbar bevorstehen. Für Apples September-Veranstaltung wird neben den neuen Pro-Modellen auch das erste faltbare iPhone erwartet.
Ausgerechnet zu einem der wichtigsten erwarteten Merkmale gibt es jedoch keine entsprechende Bestätigung: einem vollkommen oder zumindest nahezu faltenfreien Innendisplay.
Das bedeutet keineswegs, dass die Falte deutlich sichtbar sein wird. Es zeigt aber, dass die bisherigen Aussagen über ein „crease-free“ Display weiterhin als Gerücht behandelt werden müssen.
Apple soll erheblichen Aufwand gegen die Displayfalte betreiben
Technisch gibt es durchaus Gründe für Optimismus. Frühere Berichte sprechen davon, dass beim faltbaren iPhone eine spezielle Konstruktion zum Einsatz kommen soll, die die beim Falten entstehenden Belastungen besser über das Display verteilt.
Dabei spielt eine Metallplatte unterhalb des flexiblen Displays eine wichtige Rolle. Durch spezielle Fertigungsverfahren und die gesamte Konstruktion sollen Belastungsspitzen an der Faltstelle reduziert werden.
Auch Samsung Display hat in diesem Jahr bereits faltbare OLED-Technik demonstriert, bei der die typische Falte erheblich weniger beziehungsweise kaum noch sichtbar war. Allerdings stellte Samsung später klar, dass es sich bei einer auf der CES 2026 gezeigten Lösung um ein Forschungs- und Entwicklungskonzept handelte und nicht um die Bestätigung eines konkreten Serienprodukts.
Samsung liefert das Display – Apple bestimmt den Aufbau
Nach bisherigen Informationen soll Samsung Display die OLED-Panels für Apples erstes Foldable liefern. Daraus sollte allerdings nicht geschlossen werden, dass Apple einfach ein bereits vorhandenes Samsung-Display übernimmt.
Berichten zufolge beeinflusst Apple unter anderem den Aufbau des Panels, die Laminierung und weitere Komponenten. Gerade diese Kombination könnte entscheidend dafür sein, wie stark die Falte im fertigen Gerät tatsächlich sichtbar sein wird.
Das Innendisplay soll aufgeklappt ungefähr die Größe eines kleinen Tablets erreichen. Verschiedene Berichte gehen von etwa 7,6 bis 7,8 Zoll aus. Außen soll ein Display von ungefähr 5,5 Zoll zur Verfügung stehen.
Die endgültige Antwort könnte schon bald kommen
Bislang deutet vieles darauf hin, dass Apple die Displayfalte zumindest deutlich stärker reduzieren möchte als bei vielen bisherigen Foldables. Ob sie tatsächlich vollständig verschwindet, lässt sich anhand der derzeit verfügbaren Informationen jedoch noch nicht seriös behaupten.
Genau das macht die bevorstehende Vorstellung besonders interessant. Sollte Apple ein nahezu faltenfreies Display in einem serienreifen Smartphone realisiert haben, wäre dies nicht nur für das erste faltbare iPhone bedeutend. Die hohen Anforderungen Apples könnten auch den Wettbewerb beschleunigen und die Displaytechnik zukünftiger Foldables insgesamt verbessern.
Spätestens wenn die ersten Seriengeräte ausführlich getestet werden können, dürfte sich zeigen, ob Apple eines der hartnäckigsten Probleme faltbarer Smartphones tatsächlich gelöst hat.
