Wenige Tage vor der Vorstellung des Huawei Mate XT 2 gibt es neue Hinweise auf die Kameraausstattung des außergewöhnlichen Tri-Fold-Smartphones. Ein aktueller Leak spricht gleich von drei größeren Verbesserungen gegenüber der bisherigen Generation.

Neben einem neuen Multispektralsensor sollen vor allem die Hauptkamera und das Periskop-Teleobjektiv verbessert werden. Bei der Hauptkamera könnte Huawei sogar einen besonders hochauflösenden Sensor einsetzen.

Eine derzeit kursierende Zahl von 200 Megapixeln ist allerdings noch nicht bestätigt.

Kamera soll beim Mate XT 2 stärker in den Mittelpunkt rücken

Tri-Folds beeindrucken bislang vor allem durch ihre Displays und aufwendigen Faltmechanismen.

Bei der Kamera müssen die Hersteller dagegen mit einem grundsätzlichen Problem kämpfen: Ein möglichst dünnes faltbares Smartphone bietet nur begrenzt Platz für große Kamerasensoren und komplexe Objektive.

Huawei könnte beim Mate XT 2 versuchen, diesen Kompromiss weiter zu reduzieren.

Der bekannte chinesische Leaker Digital Chat Station berichtet von drei wesentlichen Verbesserungen des Kamerasystems.

1. Neue Generation des Multispektralsensors

Als erste Neuerung wird ein weiterentwickelter Multispektralsensor genannt.

Solche Sensoren nehmen zusätzliche Farbinformationen auf und können die eigentlichen Kameras dabei unterstützen, Farben und Lichtverhältnisse genauer zu erfassen.

Huawei verwendet diese Technik bereits bei verschiedenen Smartphones.

Gerade bei schwierigen Lichtbedingungen kann ein zusätzlicher Sensor dabei helfen, beispielsweise Hauttöne oder unterschiedlich beleuchtete Bereiche natürlicher wiederzugeben.

Welche konkrete Sensorgeneration Huawei beim Mate XT 2 einsetzen wird, ist bislang nicht bekannt.

2. Besonders großer Sensor für die Hauptkamera

Die interessanteste Information betrifft die Hauptkamera.

Digital Chat Station beschreibt einen besonders großen Hauptkamerasensor mit sehr hohem Dynamikumfang.

Ein großer Dynamikumfang ist beispielsweise dann wichtig, wenn gleichzeitig sehr helle und sehr dunkle Bereiche in einem Foto vorhanden sind.

Ein typisches Beispiel wäre eine Person vor einem hellen Himmel.

Eine gute Kamera sollte in dieser Situation sowohl Details im Gesicht als auch Strukturen in den hellen Wolken erhalten.

Huawei scheint genau diesen Bereich beim neuen Tri-Fold verbessern zu wollen.

Bekommt das Mate XT 2 tatsächlich 200 Megapixel?

Aus der Beschreibung des Leakers wird inzwischen abgeleitet, dass Huawei möglicherweise einen 200-Megapixel-Sensor einsetzen könnte.

Das wäre für ein derart dünnes Tri-Fold bemerkenswert.

Allerdings sollte diese Angabe derzeit mit Vorsicht behandelt werden.

Digital Chat Station nennt in der aktuell verbreiteten Information nicht eindeutig eine Auflösung von 200 Megapixeln. Die Zahl ergibt sich vielmehr aus Vergleichen mit anderen Huawei-Geräten und Sensorbeschreibungen.

Deshalb gilt momentan:

Ein deutlich aufgewerteter Hauptsensor erscheint wahrscheinlich – 200 Megapixel sind dagegen noch ein Gerücht.

Spätestens bei der offiziellen Vorstellung dürfte Huawei diesen Punkt klären.

Mehr Megapixel bedeuten nicht automatisch bessere Fotos

Selbst wenn Huawei tatsächlich einen 200-MP-Sensor verbaut, wäre die hohe Zahl allein kein Qualitätsmerkmal.

Bei Smartphone-Kameras sind zahlreiche weitere Faktoren entscheidend:

  • Größe des Sensors,
  • Größe der einzelnen beziehungsweise zusammengefassten Pixel,
  • Qualität des Objektivs,
  • optische Bildstabilisierung,
  • Dynamikumfang und
  • Bildverarbeitung.

Moderne hochauflösende Sensoren kombinieren außerdem häufig mehrere Pixel zu einem größeren Bildpunkt.

Das endgültige Foto besitzt dann beispielsweise nicht 200 Megapixel, sondern eine deutlich niedrigere Auflösung.

Der Vorteil liegt vor allem darin, mehr Bildinformationen für Verarbeitung, Ausschnittvergrößerungen und schwierige Lichtsituationen zur Verfügung zu haben.

3. Verbesserte Periskop-Telekamera

Das dritte große Upgrade soll die Zoomkamera betreffen.

Huawei soll für das Mate XT 2 eine weiterentwickelte Periskop-Telekamera planen.

Bei einem Periskopobjektiv wird das Licht innerhalb des Smartphones umgelenkt. Die notwendigen Linsen können dadurch teilweise längs im Gehäuse angeordnet werden.

Das ermöglicht größere optische Brennweiten, ohne dass das Kameramodul extrem weit aus der Rückseite herausragen muss.

Gerade bei einem dünnen Foldable ist diese Konstruktion besonders interessant.

Welche optische Vergrößerung das Mate XT 2 bieten wird, verrät der aktuelle Leak allerdings noch nicht.

Gute Kameras werden für Foldables immer wichtiger

Die Zeiten, in denen Käufer eines Foldables automatisch große Abstriche bei der Kamera akzeptieren mussten, gehen langsam zu Ende.

Geräte dieser Klasse kosten teilweise deutlich mehr als klassische Premium-Smartphones.

Entsprechend erwarten Käufer inzwischen nicht nur ein spektakuläres Display, sondern auch eine Kamera auf Flaggschiff-Niveau.

Huawei besitzt hier einen interessanten Vorteil.

Das Unternehmen investiert seit Jahren stark in Smartphone-Fotografie und könnte Technologien seiner klassischen Premiumgeräte auf die Foldable-Serie übertragen.

Das Mate XT 2 wäre dann nicht nur ein außergewöhnliches Displaygerät, sondern könnte auch fotografisch näher an Huaweis reguläre Spitzenmodelle heranrücken.

Ein technischer Balanceakt

Ein leistungsfähiges Kamerasystem in einem Tri-Fold unterzubringen, bleibt dennoch schwierig.

Das Gerät soll geschlossen möglichst kompakt sein und besteht gleichzeitig aus drei sehr dünnen Gehäusesegmenten.

Große Kamerasensoren benötigen jedoch Platz.

Das Gleiche gilt für Periskopobjektive, Bildstabilisierung und leistungsfähige Prozessoren zur Bildverarbeitung.

Huawei muss deshalb zwischen mehreren Zielen abwägen:

möglichst dünnes Gehäuse, großer Akku, aufwendige Faltmechanik und Flaggschiff-Kamera.

Gerade deshalb wäre ein großer neuer Hauptsensor technisch interessanter als die reine Megapixelzahl.

Auch neuer Kirin-Pro-Chip im Gespräch

Der aktuelle Leak enthält außerdem erneut Hinweise auf einen leistungsfähigeren Kirin-Pro-Prozessor.

Die genaue Bezeichnung bleibt allerdings unklar.

Andere aktuelle Berichte nennen einen Kirin 9050 beziehungsweise Kirin 9050 Pro.

Der Prozessor ist auch für die Kamera wichtig. Moderne Smartphone-Fotografie hängt längst nicht mehr ausschließlich von Sensor und Objektiv ab.

HDR-Berechnung, Nachtaufnahmen, Porträterkennung und viele weitere Funktionen entstehen zu einem erheblichen Teil durch die digitale Bildverarbeitung.

Ein schnellerer Chip könnte deshalb unmittelbar zur Kameraqualität beitragen.

Vorstellung am 7. September

Lange müssen wir auf die endgültigen technischen Daten nicht mehr warten.

Huawei wird das Mate XT 2 am 7. September 2026 in China vorstellen.

Der Termin ist inzwischen bestätigt. (Teknoblog⁠)

Dann erfahren wir auch, ob sich die Spekulationen über eine 200-Megapixel-Kamera bestätigen und welche Zoomtechnik Huawei tatsächlich einsetzt.

Was ist aktuell bekannt – und was nur Gerücht?

Der aktuelle Leak nennt:

  • eine neue Generation von Multispektralsensoren,
  • einen besonders großen Hauptkamerasensor mit hohem Dynamikumfang,
  • eine verbesserte Periskop-Telekamera und
  • einen leistungsfähigeren Kirin-Pro-Chip.

Noch nicht bestätigt sind insbesondere:

  • 200 Megapixel für die Hauptkamera,
  • genaue Sensorgrößen,
  • Brennweiten und Zoomstufen,
  • optische Bildstabilisierung der einzelnen Kameras und
  • die endgültige Chipbezeichnung.

Diese Unterscheidung ist wichtig: Huawei hat die vollständigen Kameraspezifikationen bislang nicht veröffentlicht.

Fazit: Nicht die 200 Megapixel sind das Spannendste

Die Schlagzeile „200-MP-Kamera im Tri-Fold“ klingt spektakulär – momentan ist genau diese Zahl aber noch nicht ausreichend belegt.

Viel interessanter ist deshalb die eigentliche Information hinter dem Leak.

Huawei scheint beim Mate XT 2 alle drei zentralen Bereiche des Kamerasystems gleichzeitig weiterzuentwickeln: Farberfassung, Hauptkamera und Teleobjektiv.

Sollte Huawei trotz des komplizierten Tri-Fold-Gehäuses tatsächlich eine Kamera auf dem Niveau klassischer Premium-Smartphones unterbringen, wäre das ein wichtiger Entwicklungsschritt.

Denn ein Foldable sollte langfristig nicht nur wegen seines Displays außergewöhnlich sein.

Bei Preisen im absoluten Premiumsegment müssen auch Kamera, Akku und Leistung mit klassischen Flaggschiffen mithalten können.

Am 7. September wissen wir, wie weit Huawei diesem Ziel mit dem Mate XT 2 tatsächlich näherkommt.

Quellen

Huawei Central, 27. August 2026 – aktueller Kamera-Leak zum Huawei Mate XT 2
Digital Chat Station – ursprüngliche Informationen zum Kamerasystem
Weitere aktuelle Berichte zur technischen Einordnung des Mate XT 2