Apple vor dem Foldable-Debüt: Das wissen wir über das erste faltbare iPhone

Apple könnte kurz vor einem der größten Designwechsel in der Geschichte des iPhones stehen. Seit Jahren gibt es Spekulationen über ein faltbares Smartphone aus Cupertino – nun verdichten sich die Hinweise, dass Apple sein erstes Foldable noch 2026 präsentieren wird. Die bislang kursierenden Informationen zeichnen bereits ein erstaunlich konkretes Bild des Geräts.

Vorstellung möglicherweise schon im September

Nach aktuellen Berichten soll Apples erstes faltbares iPhone gemeinsam mit den neuen iPhone-18-Pro-Modellen im September 2026 vorgestellt werden. Aufgrund möglicher Schwierigkeiten bei der Produktion könnte sich der tatsächliche Verkaufsstart allerdings etwas verzögern. Auch ein Marktstart im Oktober mit zunächst begrenzten Stückzahlen steht im Raum.

Als Bezeichnung wird inzwischen immer wieder „iPhone Ultra“ genannt. Offiziell bestätigt hat Apple den Namen bislang allerdings nicht.

Fast ein iPad mini für die Hosentasche

Apple soll sich für ein buchähnliches Konzept entschieden haben. Zusammengeklappt könnte das Smartphone über ein Außendisplay von rund 5,5 Zoll verfügen.

Nach dem Aufklappen soll ein etwa 7,8 Zoll großes Innendisplay zum Vorschein kommen. Damit wäre die Bildschirmfläche nur etwas kleiner als beim aktuellen iPad mini mit 8,3 Zoll.

Das Gerät könnte im geöffneten Zustand lediglich ungefähr 4,5 Millimeter dünn sein. Zusammengeklappt werden etwa 9 bis 9,5 Millimeter erwartet.

Apple will die typische Displayfalte nahezu verschwinden lassen

Eine der größten Herausforderungen bei faltbaren Smartphones ist weiterhin die sicht- und teilweise fühlbare Falte in der Mitte des Displays.

Genau hier soll Apple erheblichen Entwicklungsaufwand betrieben haben. Berichten zufolge kommen unter anderem ein speziell entwickeltes Scharnier und eine besondere Konstruktion des Displays zum Einsatz.

Das Ziel: Die Falte soll zumindest bei normaler Benutzung kaum noch wahrnehmbar sein.

Gerade dieser hohe Anspruch soll einer der Gründe dafür sein, warum Apple deutlich später als Hersteller wie Samsung, Google oder Huawei in den Markt für faltbare Smartphones einsteigt.

Touch ID statt Face ID

Überraschend wäre eine weitere mögliche Änderung: Das faltbare iPhone soll offenbar kein Face ID besitzen.

Für die dafür notwendige TrueDepth-Kameratechnik soll im extrem dünnen Gehäuse schlicht zu wenig Platz vorhanden sein.

Stattdessen könnte Apple zu Touch ID zurückkehren. Der Fingerabdrucksensor soll ähnlich wie bei einigen iPad-Modellen in die seitliche Power-Taste integriert werden.

Nur zwei Kameras auf der Rückseite

Auch bei der Kamera könnte die besonders dünne Bauweise Kompromisse erforderlich machen.

Erwartet werden lediglich zwei rückseitige Kameras – eine Hauptkamera und eine Ultraweitwinkelkamera. Auf ein Teleobjektiv, wie es bei den Pro-Modellen zum Einsatz kommt, müsste das teure Foldable damit möglicherweise verzichten.

Gerade angesichts des erwarteten Preises dürfte diese Entscheidung für Diskussionen sorgen.

Mehr als 2.000 Dollar – das teuerste iPhone aller Zeiten?

Billig wird Apples Einstieg in den Foldable-Markt offenbar nicht.

Verschiedene Berichte gehen von einem Einstiegspreis von mehr als 2.000 US-Dollar aus. Teilweise werden sogar Preise von bis zu 2.500 Dollar genannt.

Damit würde das faltbare Modell das mit Abstand teuerste iPhone in Apples bisheriger Geschichte.

Wie hoch der Preis in Deutschland ausfallen könnte, lässt sich daraus noch nicht seriös ableiten. Neben Wechselkursen spielen dabei unter anderem Steuern und Apples regionale Preisgestaltung eine Rolle.

Auch ein faltbares Klapp-iPhone wird getestet

Beim ersten Foldable könnte es nicht bleiben. Apple soll zusätzlich mit einem zweiten Konzept experimentieren.

Dabei handelt es sich offenbar um ein kleineres Clamshell-Modell, das ähnlich wie Samsungs Galaxy-Z-Flip-Serie vertikal zusammengeklappt werden kann.

Dieses Gerät befindet sich den Berichten zufolge allerdings noch in einer früheren Entwicklungsphase und dürfte – sofern Apple es überhaupt auf den Markt bringt – erst nach dem ersten großen Foldable erscheinen.

Faltbare iPads ebenfalls weiterhin ein Thema

Auch Apples Pläne für größere faltbare Geräte sind offenbar nicht vom Tisch. Seit längerem gibt es Berichte über faltbare OLED-Displays für zukünftige iPads oder MacBooks.

Die Reihenfolge scheint sich jedoch geändert zu haben: Während ursprünglich teilweise mit einem faltbaren iPad vor einem faltbaren iPhone gerechnet wurde, dürfte nun zunächst das Smartphone den Anfang machen.

Bereits 2027 könnte anschließend die zweite Generation von Apples faltbarem iPhone erscheinen – ausgerechnet zum 20. Geburtstag des iPhones.

Fazit

Apple wäre mit einem faltbaren iPhone alles andere als der erste Hersteller auf diesem Markt. Dafür scheint das Unternehmen zu versuchen, einige der typischen Schwächen bisheriger Foldables möglichst weit zu beseitigen.

Insbesondere ein nahezu faltenfreies Display, ein extrem dünnes Gehäuse und die Kombination aus kompaktem Smartphone und fast iPad-mini-großem Bildschirm könnten das Gerät interessant machen.

Dem gegenüber stehen allerdings erhebliche Kompromisse: kein Face ID, möglicherweise kein Teleobjektiv – und vor allem ein Preis jenseits der 2.000-Dollar-Marke.

Spätestens mit der erwarteten Vorstellung im September dürfte sich zeigen, wie viele der derzeit kursierenden Informationen tatsächlich zutreffen.

Quelle: MacRumors – Apple’s 2026 iPhone Fold Rumors: Crease-Free Design, Price, Launch Date and More

adminfp

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