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Foldables vor historischem Meilenstein: 100 Millionen Geräte bis Ende 2026

Faltbare Smartphones stehen vor einem wichtigen Meilenstein. Nach einer neuen Prognose von Counterpoint Research werden bis Ende 2026 weltweit insgesamt mehr als 100 Millionen Foldables ausgeliefert worden sein.

Damit erreicht die noch vergleichsweise junge Geräteklasse acht Jahre nach dem Start der ersten kommerziell verfügbaren Foldables erstmals eine dreistellige Millionenstückzahl.

Und ausgerechnet jetzt dürfte der Markt noch einmal deutlich an Dynamik gewinnen.

Apple könnte sofort Nummer zwei werden

Der wichtigste neue Impuls soll ausgerechnet von einem Hersteller kommen, der bislang überhaupt kein Foldable verkauft: Apple.

Counterpoint erwartet, dass Apples erstes faltbares iPhone noch 2026 auf bis zu sechs Millionen ausgelieferte Geräte kommen könnte.

Das würde ausreichen, um Apple bereits im ersten Jahr einen weltweiten Foldable-Marktanteil von etwa 25 Prozent zu verschaffen.

Damit könnte Apple praktisch aus dem Stand auf Platz zwei springen.

Samsung soll 2026 mit einem Marktanteil von rund 38 Prozent weiterhin führen. Huawei folgt der Prognose zufolge mit etwa 22 Prozent und würde damit hinter Apple auf Rang drei zurückfallen.

Lieferengpässe könnten Apple zunächst bremsen

Dabei geht Counterpoint ausdrücklich davon aus, dass Apples erstes Foldable zum Start nur eingeschränkt verfügbar sein wird.

Die Produktion soll zunächst begrenzt bleiben. Dadurch könnten Auslieferungen und Verkäufe in den ersten Wochen stärker durch das Angebot als durch die Nachfrage begrenzt werden.

Genau das ist bemerkenswert: Trotz dieser erwarteten Produktionsprobleme traut Counterpoint Apple bereits 2026 bis zu sechs Millionen ausgelieferte Foldables zu.

Die eigentliche Beschleunigung könnte deshalb erst 2027 folgen.

37 Prozent Wachstum im kommenden Jahr erwartet

Für 2027 prognostiziert Counterpoint ein Wachstum der weltweiten Foldable-Auslieferungen von 37 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Das wäre die höchste Wachstumsrate der Kategorie seit 2022.

Als wichtigste Treiber nennt das Marktforschungsunternehmen insbesondere Samsungs aktuelle Galaxy-Z-Fold-8-Serie sowie Apples Einstieg in den Markt.

Apple soll seinen Marktanteil 2027 sogar auf rund 40 Prozent steigern können.

Ein voller Verkaufszeitraum von zwölf Monaten würde dabei eine wesentlich größere Rolle spielen als der vergleichsweise kurze Marktstart im Herbst 2026.

Breitere Foldables setzen sich durch

Parallel verändert sich auch das Design der Geräte.

Aktuelle Modelle wie das Galaxy Z Fold 8 und das Xiaomi 18 Fold setzen stärker auf kurze und breite Gehäuse.

Dadurch wirken sie geschlossen eher wie klassische Smartphones und aufgeklappt stärker wie kompakte Tablets.

Auch Apples erstes Foldable soll dieses Format verwenden.

Counterpoint sieht genau diese breiteren Book-Style-Foldables als einen der wichtigsten Faktoren für das weitere Wachstum des Marktes.

Noch immer nur zwei Prozent des Smartphone-Marktes

Trotz des 100-Millionen-Meilensteins bleiben Foldables allerdings weiterhin eine Nische.

Nach Angaben von Counterpoint machen faltbare Smartphones derzeit nur ungefähr zwei Prozent des gesamten weltweiten Smartphone-Marktes aus.

Das zeigt gleichzeitig, wie groß das verbleibende Wachstumspotenzial ist.

Samsung, Huawei, Xiaomi, Motorola, Honor, Google, Vivo und Oppo entwickeln den Markt inzwischen kontinuierlich weiter. Mit Apple kommt nun erstmals ein weiterer Hersteller hinzu, der allein aufgrund seiner Größe erhebliche Auswirkungen auf die gesamte Kategorie haben könnte.

Die nächsten 100 Millionen könnten deutlich schneller kommen

Besonders interessant ist deshalb Counterpoints längerfristige Prognose.

Während es seit 2019 rund acht Jahre dauern dürfte, bis die ersten 100 Millionen Foldables ausgeliefert sind, sollen die nächsten 100 Millionen innerhalb von nur etwa drei Jahren folgen.

Damit könnte aus einer jahrelangen Smartphone-Nische langsam ein relevanter Teil des Premium-Marktes werden.

Ob Foldables irgendwann tatsächlich im Massenmarkt ankommen, hängt jedoch weiterhin stark vom Preis ab.

Counterpoint weist darauf hin, dass faltbare Geräte derzeit durchschnittlich ungefähr dreimal so teuer sind wie klassische Smartphones.

Für eine wirklich breite Verbreitung müssten die Preise deshalb langfristig deutlich sinken.

Der bevorstehende Einstieg von Apple dürfte den Wettbewerb allerdings weiter verschärfen – und könnte damit genau den Entwicklungsschub auslösen, auf den die Foldable-Kategorie seit Jahren wartet.

adminfp

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