Mit dem MateBook Fold präsentiert Huawei ein faltbares Großgerät, das die Grenzen zwischen Tablet und Notebook weiter auflöst. Das Foldable setzt auf ein großes, flexibles OLED-Display, das im aufgeklappten Zustand eine Diagonale von rund 18 Zoll erreicht und sich wie ein Buch zusammenfalten lässt. Im halb geöffneten Modus entsteht daraus ein kompaktes Arbeitsgerät im 13-Zoll-Format, das sich sowohl für produktives Arbeiten als auch für Mediennutzung eignet.
Großes OLED-Display und besonders flache Bauweise
Technisch setzt Huawei auf ein modernes Dual-Layer-OLED-Panel mit hoher Auflösung von rund 3,3K und einer Spitzenhelligkeit von bis zu 1.600 Nits. Trotz der Größe bleibt das MateBook Fold bemerkenswert schlank: Im aufgeklappten Zustand misst das Gehäuse lediglich etwa 7,3 Millimeter in der Tiefe. Auch beim Gewicht zeigt sich das Konzept alltagstauglich, denn mit rund 1,16 Kilogramm bleibt das faltbare Tablet deutlich unter vielen klassischen Notebooks vergleichbarer Displaygröße.
HarmonyOS statt Windows als strategische Entscheidung
Anders als viele hybride Windows-Geräte setzt Huawei beim MateBook Fold vollständig auf HarmonyOS 5. Damit verabschiedet sich der Hersteller bewusst von Microsofts Betriebssystem und stärkt sein eigenes Ökosystem aus Smartphone, Tablet und PC. Für Anwender bedeutet das eine enge Verzahnung zwischen den Geräten, gleichzeitig aber auch Einschränkungen bei klassischer Windows-Software. Huawei positioniert das MateBook Fold damit klar als eigenständige Plattform und nicht als reinen Laptop-Ersatz.
Faltbare Tablets als Vorgeschmack auf kommende Gerätegenerationen
Das MateBook Fold zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial in faltbaren Tablets steckt. Große Displays, die sich auf ein transportables Format reduzieren lassen, könnten langfristig klassische Tablets und Notebooks ergänzen oder sogar ersetzen. Während Apple weiterhin kein faltbares iPad vorgestellt hat, demonstriert Huawei bereits, wie ein solches Gerät im Alltag aussehen kann. Ob und wann das MateBook Fold auch außerhalb Chinas verfügbar sein wird, bleibt offen – als technischer Ausblick auf die Zukunft der Foldpads setzt es jedoch bereits jetzt ein starkes Zeichen.
