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Samsung Galaxy Z Fold 8 Ultra im Test: Warum das günstigere Fold 8 die bessere Wahl sein könnte

Das Samsung Galaxy Z Fold 8 Ultra gehört zu den technisch aufwendigsten faltbaren Smartphones des Jahres 2026. Ein nahezu faltenfreies Innendisplay, eine verbesserte Akkulaufzeit und eine leistungsstarke Kamera sollen den hohen Verkaufspreis rechtfertigen. Doch ein neuer ausführlicher Praxistest kommt zu einem überraschenden Ergebnis: Ausgerechnet das günstigere Galaxy Z Fold 8 könnte für viele Nutzer das interessantere Foldable sein.

Das australische Technikportal Pickr hat das Galaxy Z Fold 8 Ultra ausführlich getestet und vergibt insgesamt 4,3 von 5 möglichen Punkten. Trotz der guten Bewertung sieht der Tester beim klassischen, nahezu quadratischen Foldable-Format inzwischen nur noch begrenztes Entwicklungspotenzial.

Galaxy Z Fold 8 Ultra: Samsung verbessert vor allem die Details

Auf den ersten Blick bietet das Galaxy Z Fold 8 Ultra zahlreiche Eigenschaften, die man von einem Premium-Foldable erwartet.

Das große faltbare Innendisplay ermöglicht Multitasking, Videowiedergabe und die parallele Nutzung mehrerer Anwendungen. Samsung hat zudem die Bildschirmkonstruktion weiterentwickelt.

Besonders positiv fällt im Test die inzwischen kaum noch wahrnehmbare Displayfalte auf. Sie gehört seit Jahren zu den größten Kritikpunkten faltbarer Smartphones.

Auch das dünne Gehäuse hinterlässt einen guten Eindruck. Allerdings bemängelt der Tester, dass das Gerät aufgrund seiner Kamerakonstruktion nicht vollständig flach auf einer Tischoberfläche liegt.

Insgesamt wirkt das Fold 8 Ultra ausgereift, bietet gegenüber seinem Vorgänger aber keine grundlegende Veränderung des Nutzungskonzepts.

Akkulaufzeit deutlich besser als beim Galaxy Z Fold 7

Eine der wichtigsten Verbesserungen betrifft den Akku.

Samsung stattet das Galaxy Z Fold 8 Ultra mit einer Kapazität von 5.000 mAh aus. Im standardisierten Akkutest von Pickr erreicht das Smartphone eine Laufzeit von 23 Stunden und 35 Minuten.

Zum Vergleich: Das Galaxy Z Fold 7 kam im entsprechenden Test auf 21 Stunden und 6 Minuten.

Damit ergibt sich ein Zugewinn von knapp zweieinhalb Stunden beziehungsweise rund zwölf Prozent.

Gerade bei faltbaren Smartphones ist eine längere Akkulaufzeit wichtig. Schließlich benötigen die großen Innendisplays entsprechend viel Energie, insbesondere wenn mehrere Anwendungen gleichzeitig geöffnet sind.

Die Messwerte zeigen, dass Samsung trotz des schlanken Gehäuses Fortschritte erzielt hat.

Allerdings handelt es sich um Ergebnisse eines bestimmten Testverfahrens. Die tatsächliche Laufzeit hängt unter anderem von Displayhelligkeit, Mobilfunkempfang und Nutzungsverhalten ab.

Überraschung bei den Benchmarks: Vorgänger teilweise schneller

Ein weiterer interessanter Punkt betrifft die Prozessorleistung.

Obwohl das Galaxy Z Fold 8 Ultra mit einem neueren und leistungsfähigeren Chipsatz ausgestattet ist, liegt es in einzelnen CPU- und GPU-Benchmarks hinter dem Galaxy Z Fold 7.

Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass das neue Modell grundsätzlich langsamer arbeitet.

Benchmark-Ergebnisse können unter anderem durch Temperaturentwicklung, Energieverwaltung und unterschiedliche Softwareversionen beeinflusst werden.

Im Alltag beschreibt der Tester das Fold 8 Ultra weiterhin als ausgesprochen leistungsfähig.

Dennoch zeigen die Ergebnisse, dass ein neuer Prozessor nicht automatisch in jeder Messung höhere Werte garantiert.

Gerade bei besonders dünnen Foldables spielt die Wärmeabfuhr eine wichtige Rolle, da im Gehäuse nur begrenzt Platz für aufwendige Kühlsysteme vorhanden ist.

Gute Kamera, aber nicht auf Galaxy-S-Ultra-Niveau

Samsung verbaut im Galaxy Z Fold 8 Ultra eine Hauptkamera mit 200 Megapixeln.

Diese liefert laut Pickr überzeugende Ergebnisse und gehört zu den Stärken des Smartphones.

Trotzdem bleibt ein Unterschied zu Samsungs klassischen Ultra-Flaggschiffen bestehen.

Das Galaxy S26 Ultra bietet eine umfangreichere Kameraausstattung, insbesondere bei den Teleobjektiven.

Wer für ein Smartphone einen besonders hohen Preis bezahlt, könnte deshalb erwarten, dass auch die Kameraausstattung sämtliche Möglichkeiten eines Ultra-Modells bietet.

Das Fold 8 Ultra muss hier weiterhin einen Kompromiss zwischen dünnem Gehäuse, faltbarer Konstruktion und Kameratechnik eingehen.

Kein S Pen: Eine verpasste Chance?

Kritik gibt es außerdem an der fehlenden Unterstützung des S Pen.

Gerade das große Innendisplay eines Foldables erscheint grundsätzlich für handschriftliche Notizen, Zeichnungen und die Bearbeitung von Dokumenten geeignet.

Dass Samsung beim Galaxy Z Fold 8 Ultra weiterhin keinen Eingabestift unterstützt, dürfte deshalb einige produktivitätsorientierte Nutzer enttäuschen.

Dabei ist die Stiftbedienung ein Merkmal, mit dem sich faltbare Smartphones stärker von klassischen Geräten unterscheiden könnten.

Die Entscheidung zeigt, dass Samsung offenbar weiterhin besonders großen Wert auf ein dünnes Gehäuse legt.

Warum das günstigere Galaxy Z Fold 8 interessanter sein könnte

Die größte Überraschung des Tests ist die Bevorzugung des regulären Galaxy Z Fold 8.

Anders als das Ultra-Modell setzt es auf ein breiteres, eher buchförmiges Displayformat.

Dadurch entsteht aufgeklappt eine rechteckigere Bildschirmfläche, die laut Pickr für viele alltägliche Anwendungen besser geeignet ist.

Insbesondere beim Anschauen von Videos, beim Lesen von E-Books und bei der Nutzung als kleiner Tablet-Ersatz sieht der Tester Vorteile.

Das nahezu quadratische Display des Fold 8 Ultra bietet zwar viel Platz, nutzt diesen aber nicht bei allen Inhalten optimal aus.

Bei klassischen Breitbildvideos entstehen beispielsweise vergleichsweise große ungenutzte Bildschirmbereiche.

Das breitere Format des regulären Fold 8 könnte deshalb für zahlreiche Nutzer praktischer sein.

Steht das quadratische Foldable vor dem Aus?

Pickr stellt eine interessante These auf: Das Galaxy Z Fold 8 Ultra könnte zu den letzten großen Entwicklungsschritten des klassischen quadratischen Book-Style-Foldables gehören.

Die Bauform sei inzwischen so weit optimiert, dass grundlegende Verbesserungen zunehmend schwieriger würden.

Displays werden dünner, die Falte weniger sichtbar und die Scharniere robuster. Doch das eigentliche Nutzungskonzept verändert sich kaum.

Breitere Foldables könnten dagegen neue Möglichkeiten eröffnen.

Sie verbinden ein kompakteres Smartphone-Format im geschlossenen Zustand mit einer rechteckigen Bildschirmfläche beim Aufklappen.

Ob sich diese Bauweise langfristig durchsetzt, bleibt abzuwarten. Dass immer mehr Hersteller mit unterschiedlichen Seitenverhältnissen experimentieren, zeigt jedoch, dass der Markt weiterhin nach dem optimalen Format sucht.

Hoher Preis bleibt ein wichtiger Kritikpunkt

In Australien startet das Galaxy Z Fold 8 Ultra bei 2.999 australischen Dollar.

Damit richtet sich das Gerät weiterhin an Käufer, die bereit sind, für die Kombination aus Premium-Smartphone und faltbarem Großdisplay einen erheblichen Aufpreis zu bezahlen.

Der hohe Preis verstärkt allerdings die Erwartungen an Ausstattung, Kameraqualität und zusätzliche Funktionen.

Das reguläre Galaxy Z Fold 8 könnte für viele Interessenten deshalb die ausgewogenere Wahl darstellen.

Fazit: Technisch beeindruckend, aber nicht automatisch die beste Wahl

Mit dem Galaxy Z Fold 8 Ultra liefert Samsung ein hochwertiges und ausgereiftes Foldable. Besonders die verbesserte Akkulaufzeit, die kaum sichtbare Displayfalte und die leistungsfähige Hauptkamera überzeugen.

Allerdings zeigt der Praxistest auch, dass technische Höchstleistung nicht zwangsläufig den größten praktischen Nutzen bedeutet.

Das günstigere Galaxy Z Fold 8 könnte mit seinem breiteren Displayformat für viele Nutzer die sinnvollere Entscheidung sein.

Die wichtigste Erkenntnis lautet deshalb: Bei faltbaren Smartphones entscheidet längst nicht mehr allein die Größe des Innendisplays. Immer wichtiger wird, wie gut das jeweilige Format zu den tatsächlichen Anwendungen im Alltag passt.

Die Bewertung basiert auf den Erfahrungen eines einzelnen Technikportals und ist keine allgemeingültige Kaufempfehlung.

adminfp

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