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Foldable iPhone vor Mega-Start? IDC erwartet mehr als 10 Millionen Geräte im ersten Jahr

Apples erstes faltbares iPhone könnte dem bislang vergleichsweise kleinen Foldable-Markt einen gewaltigen Schub geben. Das Marktforschungsunternehmen IDC rechnet damit, dass Apple bereits im ersten Jahr mehr als zehn Millionen Exemplare seines ersten Foldables ausliefern wird.

Noch beeindruckender ist die längerfristige Prognose: Bis 2027 könnte Apple laut IDC bereits rund 40 Prozent des weltweiten Foldable-Marktes kontrollieren.

Und das, obwohl für das faltbare iPhone ein Preis von mehr als 2.500 US-Dollar erwartet wird.

Über 10 Millionen Foldable-iPhones im ersten Jahr

Apple hat sein erstes faltbares iPhone noch nicht offiziell vorgestellt. Branchenbeobachter rechnen allerdings damit, dass das Gerät beim Apple-Event am 9. September 2026 präsentiert wird.

IDC geht bereits jetzt von einem ungewöhnlich erfolgreichen Marktstart aus.

Nach Einschätzung der Marktforscher soll Apple innerhalb des ersten Verkaufsjahres mehr als zehn Millionen faltbare iPhones ausliefern.

Für eine Geräteklasse, die trotz jahrelanger Präsenz von Samsung, Huawei, Google, Honor und anderen Herstellern weiterhin eine Nische innerhalb des gesamten Smartphone-Marktes darstellt, wäre das eine beachtliche Größenordnung.

Bis 2027 sogar mehr als 17 Millionen Geräte

Noch deutlicher wird Apples möglicher Einfluss beim Blick auf das kommende Jahr.

IDC erwartet, dass Apple bis 2027 mehr als 17 Millionen Foldable-iPhones ausliefern könnte.

Damit würde Apple innerhalb kürzester Zeit zu einem der größten Anbieter faltbarer Smartphones weltweit aufsteigen.

Nach der aktuellen IDC-Prognose könnte Apple 2027 bereits rund 40 Prozent aller weltweit ausgelieferten Foldables stellen.

Bemerkenswert daran: Apple würde diesen Marktanteil weniger als zwei Jahre nach dem Einstieg in die Produktkategorie erreichen.

Foldable-Markt wächst 2026 um 12,6 Prozent

Apples Einstieg könnte sogar darüber entscheiden, ob der gesamte Foldable-Markt wächst oder schrumpft.

IDC erwartet für 2026 weltweit rund 22,9 Millionen ausgelieferte Foldables. Das entspricht einem Wachstum von 12,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

2027 soll sich das Wachstum nochmals beschleunigen. IDC prognostiziert ein Plus von rund 18 Prozent auf ungefähr 27 Millionen Geräte.

Ohne Apples Einstieg sähe die Entwicklung nach Einschätzung der Marktforscher erheblich schlechter aus.

IDC zufolge wären die weltweiten Foldable-Auslieferungen ohne Apple 2026 sogar zweistellig zurückgegangen.

Das faltbare iPhone könnte damit nicht nur für Apple selbst wichtig werden, sondern die Entwicklung einer ganzen Geräteklasse verändern.

Mehr als 2.500 Dollar – und trotzdem Millionen Käufer?

Besonders erstaunlich ist die Prognose angesichts des erwarteten Preises.

IDC rechnet mit einem durchschnittlichen Verkaufspreis von mehr als 2.550 US-Dollar.

Damit würde das faltbare iPhone selbst innerhalb des ohnehin hochpreisigen Foldable-Segments zu den teuersten Geräten gehören.

IDC-Analystin Nabila Popal geht dennoch von einer hohen Nachfrage aus. Apple ziele mit dem Gerät zunächst bewusst auf eine relativ kleine Gruppe besonders zahlungskräftiger Käufer.

Bei einem solchen Produkt muss Apple also zunächst gar keinen klassischen Massenmarkt erreichen.

Zehn Millionen Käufer eines Geräts für rund 2.500 Dollar wären wirtschaftlich bereits ein enormes Geschäft.

Mehr als 45 Milliarden Dollar Marktwert für Apple

IDC erwartet deshalb nicht nur hohe Stückzahlen.

Aufgrund des außergewöhnlich hohen Verkaufspreises könnte Apple mit seinem Foldable bis 2027 einen Produktwert von mehr als 45,7 Milliarden US-Dollar erreichen.

Damit würde Apple nach der IDC-Prognose mehr als die Hälfte des gesamten wertmäßigen Foldable-Marktes auf sich vereinen.

Das zeigt einen wichtigen Unterschied zwischen Stückzahlen und Umsatz.

Selbst wenn andere Hersteller zusammen weiterhin mehr Geräte verkaufen sollten, könnte Apple aufgrund des hohen Preises einen überproportional großen Teil des mit Foldables erzielten Umsatzes abschöpfen.

Apple kommt spät – könnte den Markt aber trotzdem verändern

Apple steigt deutlich später in den Markt ein als viele Konkurrenten.

Samsung verkauft faltbare Smartphones bereits seit mehreren Generationen. Huawei hat das Konzept mit Tri-Fold-Geräten weiterentwickelt, und auch Hersteller wie Google und Honor bieten eigene Foldables an.

Apple hätte allerdings einen Vorteil, den das Unternehmen schon bei anderen Produktkategorien nutzen konnte: eine sehr große bestehende Nutzerbasis.

Millionen Menschen, die bislang ausschließlich klassische iPhones verwenden, könnten durch ein Apple-Gerät erstmals überhaupt ernsthaft über den Kauf eines Foldables nachdenken.

Genau dieser Effekt könnte erklären, warum IDC Apples Einstieg einen so großen Einfluss auf den Gesamtmarkt zutraut.

Das erste Foldable soll sich wie ein Reisepass öffnen

Nach bisherigen Berichten soll Apple kein kompaktes Flip-Phone planen.

Stattdessen wird ein buchartig beziehungsweise im Passport-Format faltbares iPhone erwartet.

Geschlossen soll es sich wie ein vergleichsweise kompaktes Smartphone verwenden lassen. Aufgeklappt entsteht dagegen ein deutlich größeres Display, dessen Fläche sich in Richtung eines kleinen iPads bewegt.

Damit würde Apple unmittelbar gegen Geräte wie Samsungs Galaxy-Z-Fold-Serie antreten.

Gerade diese Bauform gewinnt im Foldable-Markt derzeit offenbar an Bedeutung.

Samsung bekommt einen mächtigen neuen Konkurrenten

Für Samsung dürfte Apples Markteintritt besonders interessant werden.

Der koreanische Hersteller hat den Markt für moderne Foldable-Smartphones entscheidend geprägt und über Jahre viel Entwicklungsarbeit in flexible Displays, Scharniere und Software investiert.

Mit Apple tritt nun ein Konkurrent an, der zwar spät kommt, aber innerhalb kürzester Zeit enorme Stückzahlen erreichen könnte.

IDC geht sogar davon aus, dass Apple bereits 2027 mit Samsung und Huawei um die führende Position in wichtigen Foldable-Märkten konkurrieren kann.

Das dürfte wiederum den Innovationsdruck erhöhen.

Dünnere Gehäuse, weniger sichtbare Displayfalten, haltbarere Scharniere und sinkende Preise könnten dadurch auch bei anderen Herstellern schneller vorangetrieben werden.

Foldables wachsen – während der Smartphone-Markt einbricht

Noch bemerkenswerter wird die Entwicklung im Vergleich mit dem gesamten Smartphone-Markt.

IDC erwartet für 2026 einen Rückgang der weltweiten Smartphone-Auslieferungen um 16,7 Prozent auf nur noch etwas mehr als eine Milliarde Geräte.

Das wäre laut IDC der stärkste jährliche Rückgang, den der Markt bislang erlebt hat.

Foldables bilden dazu einen deutlichen Gegenpol:

Gesamter Smartphone-Markt 2026: −16,7 Prozent
Foldable-Markt 2026: +12,6 Prozent

Damit wären faltbare Smartphones eine der wenigen Geräteklassen, die in einem insgesamt schwierigen Markt deutlich wachsen.

Prognose ist keine Verkaufszahl

Bei den beeindruckenden Zahlen ist allerdings eine wichtige Unterscheidung notwendig.

Es handelt sich um Marktprognosen von IDC und nicht um von Apple bestätigte Produktions- oder Verkaufszahlen.

Auch technische Daten, endgültiger Produktname und Preis des ersten faltbaren iPhones sind von Apple bislang nicht offiziell bestätigt.

Ob die IDC-Prognose tatsächlich eintritt, hängt unter anderem davon ab, wie überzeugend Apples erstes Foldable ausfällt und welchen Preis Apple letztlich verlangt.

Schon kleinere Veränderungen bei Preis, Verfügbarkeit oder Produktionskapazitäten könnten die tatsächlichen Stückzahlen erheblich beeinflussen.

Fazit: Apple könnte Foldables endgültig aus der Nische holen

Mehr als zehn Millionen Geräte im ersten Jahr und rund 40 Prozent Weltmarktanteil bis 2027: IDC traut Apple einen außergewöhnlich schnellen Einstieg in den Foldable-Markt zu.

Noch interessanter ist jedoch der Effekt auf die gesamte Produktkategorie.

Ohne Apple wäre der Foldable-Markt 2026 nach Einschätzung von IDC geschrumpft. Mit Apple erwarten die Marktforscher dagegen 12,6 Prozent Wachstum.

Sollten sich diese Prognosen bestätigen, könnte der 9. September deshalb nicht nur für Apple ein wichtiger Tag werden.

Apples erstes faltbares iPhone könnte der Moment sein, an dem Foldables endgültig den Sprung von der Technik-Nische in den Premium-Massenmarkt schaffen.

Quellen

IDC Worldwide Quarterly Mobile Phone Tracker / IDC, 26. August 2026
Reuters, 26./27. August 2026: Apple-Event und Foldable-Marktentwicklung
Investing.com Deutschland, 26. August 2026: IDC-Prognose zum ersten faltbaren iPhone

adminfp

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