Apples erstes faltbares iPhone rückt offenbar immer näher. Nur noch wenige Wochen könnten uns von der offiziellen Vorstellung trennen – und inzwischen sollen bereits erste Personen das neue Foldable ausprobiert haben. Deren Eindrücke fallen überraschend positiv aus.
Besonders das kompakte Format, der Faltmechanismus und die neue Benutzeroberfläche auf dem großen Innendisplay sollen überzeugen. Einen erheblichen Kompromiss scheint Apple bei seinem vermutlich teuersten iPhone allerdings einzugehen.
Wie The Independent unter Berufung auf Informationen von Bloomberg-Journalist Mark Gurman berichtet, hatten offenbar bereits mehrere Personen Gelegenheit, Apples erstes faltbares iPhone zu benutzen.
Dabei soll insbesondere das Format gut angekommen sein. Zusammengefaltet lasse sich das Gerät trotz des großen Innendisplays angenehm in der Hosentasche transportieren.
Positives Feedback soll es auch für das Scharnier geben. Dessen Haptik und Stabilität werden von den bisherigen Nutzern offenbar ausdrücklich gelobt.
Das wäre für Apple ein wichtiger Punkt. Der Hersteller steigt vergleichsweise spät in den Markt für faltbare Smartphones ein und dürfte entsprechend unter besonderer Beobachtung stehen, wenn es um typische Schwachstellen von Foldables wie Scharnier, Haltbarkeit und Displayfalte geht.
Ein weiterer Pluspunkt soll die Software sein.
Apple hat für das aufgeklappte Display offenbar neue App-Layouts entwickelt, die stärker an das iPad erinnern. Dadurch soll der zusätzliche Platz nicht einfach nur für größere Smartphone-Apps genutzt werden.
Stattdessen könnte das faltbare iPhone beim Aufklappen tatsächlich eine Art Mini-Tablet werden.
Das würde zu den bisher bekannten Displaygrößen passen. Erwartet werden ein Außendisplay mit etwa 5,5 Zoll und ein ungefähr 7,8 Zoll großes Innendisplay.
Damit läge die innere Bildschirmfläche nicht weit von einem iPad mini entfernt.
Bei einem Punkt fällt das erste Urteil allerdings deutlich weniger positiv aus: der Kamera.
Das Foldable soll zwar über eine 48-Megapixel-Hauptkamera und eine Ultraweitwinkelkamera verfügen, eine Telekamera soll jedoch fehlen.
Gerade angesichts des erwarteten Preises könnte das problematisch werden. Für das faltbare iPhone werden mindestens 2.000 US-Dollar erwartet. Höhere Speichervarianten könnten sogar die Marke von 2.500 Dollar überschreiten.
Käufer würden damit möglicherweise mehr bezahlen als für ein iPhone Pro Max, müssten bei der Kamera aber auf eine Funktion verzichten, die bei Apples bisherigen Spitzenmodellen selbstverständlich ist.
Interessanterweise sollen die bisherigen Tester das große aufgeklappte Display dennoch als besonders guten Sucher beim Fotografieren empfunden haben.
Auch bei der biometrischen Entsperrung könnte Apple einen ungewöhnlichen Weg gehen.
Nach den bisherigen Informationen soll das faltbare iPhone auf Face ID verzichten. Stattdessen wird mit einem Touch-ID-Sensor in der seitlichen Taste gerechnet.
Der Grund dürfte die extrem dünne Konstruktion sein. Aufgeklappt soll das Gerät nur ungefähr 4,5 Millimeter dick sein.
Für die Komponenten des bisherigen Face-ID-Systems wäre entsprechend wenig Platz vorhanden.
Noch nicht einmal der Name des neuen Geräts ist offiziell bekannt.
Lange wurde das Smartphone in Berichten schlicht als iPhone Fold bezeichnet. Zuletzt setzte sich jedoch immer stärker die Bezeichnung iPhone Ultra durch.
Mark Gurman berichtete Mitte August, dass innerhalb Apples offenbar praktisch jeder das Gerät als „Ultra“ bezeichnet.
Das bedeutet allerdings noch nicht zwangsläufig, dass Apple diesen Namen auch für das fertige Produkt verwenden wird. Selbst Gurman ließ ausdrücklich offen, wie die endgültige Bezeichnung aussehen wird.
Andere Beobachter halten deshalb weiterhin einen völlig anderen Namen für möglich.
Lange dürfte das Rätsel nicht mehr bestehen.
Die Präsentation des ersten faltbaren iPhones wird derzeit für Apples großes September-Event erwartet. Als möglicher Termin wird der Zeitraum um den 9. September 2026 gehandelt.
Das Foldable dürfte dort gemeinsam mit dem iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max präsentiert werden.
Sollten die Berichte stimmen, wäre das für Apple eine der bedeutendsten Erweiterungen der iPhone-Familie seit Jahren.
Die ersten angeblichen Nutzererfahrungen klingen vielversprechend. Besonders das kompakte Format, ein hochwertig wirkendes Scharnier und die iPad-ähnliche Nutzung des großen Innendisplays könnten Apples spätem Einstieg in den Foldable-Markt einen starken Start ermöglichen.
Umso überraschender wäre allerdings der Verzicht auf eine Telekamera. Bei einem Smartphone, das mehr als 2.000 Dollar kosten könnte, dürften viele Käufer erwarten, technisch keine größeren Kompromisse gegenüber einem iPhone Pro Max eingehen zu müssen.
Ob das Gerät am Ende tatsächlich iPhone Ultra heißt und welche der bisher kursierenden technischen Daten stimmen, dürfte sich schon in wenigen Wochen zeigen.
Quelle: The Independent / Bloomberg
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