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Samsung Galaxy Z Fold8 Ultra: Neue Akkutechnik bringt mehr Kapazität ins dünne Foldable

Bei faltbaren Smartphones stehen die Hersteller vor einem besonderen Problem: Die Geräte sollen immer dünner werden, gleichzeitig benötigen die großen Displays viel Energie. Für einen entsprechend großen Akku fehlt im schlanken Gehäuse jedoch der Platz.

Samsung setzt beim neuen Galaxy Z Fold8 Ultra deshalb erstmals auf eine neue Akkutechnik. Eine Silizium-Kohlenstoff-Anode ermöglicht eine höhere Energiedichte – und damit mehr Kapazität, ohne das Foldable dafür wieder deutlich dicker machen zu müssen.

Ein aktueller unabhängiger Akkutest zeigt nun, wie sich die neue Technik in der Praxis auswirkt.

5.000 mAh statt 4.400 mAh

Der Akku gehört zu den deutlichsten technischen Veränderungen gegenüber dem Galaxy Z Fold7.

Während der Vorgänger noch mit einer Kapazität von 4.400 mAh auskommen musste, stehen beim Galaxy Z Fold8 Ultra 5.000 mAh zur Verfügung.

Das entspricht einer Steigerung um 600 mAh beziehungsweise knapp 14 Prozent.

Interessant daran ist vor allem, wie Samsung den zusätzlichen Energiespeicher im Gehäuse untergebracht hat.

Samsung setzt erstmals auf Silizium-Kohlenstoff

Samsung bestätigt, dass beim Galaxy Z Fold8 Ultra erstmals eine Silizium-Kohlenstoff-Anode eingesetzt wird.

Der Vorteil dieser Technik liegt in der höheren Energiedichte. Dadurch kann mehr Energie gespeichert werden, ohne dass der Akku entsprechend größer werden muss.

Für ein Foldable ist das besonders wertvoll. Scharnier und faltbares Display benötigen zusätzlichen Platz, während die beiden Gehäusehälften gleichzeitig möglichst dünn bleiben sollen.

Samsung zufolge war für die Umstellung allerdings deutlich mehr notwendig als lediglich ein anderes Material für die Anode.

Das Unternehmen musste das gesamte Akkusystem anpassen, um eine langfristige Stabilität sicherzustellen. Veränderungen an der Displaykonstruktion schufen gleichzeitig zusätzlichen Platz im Inneren.

Das Ergebnis ist der neue 5.000-mAh-Akku trotz weiterhin sehr schlanker Bauweise.

Unabhängiger Test: Mehr als 19 Stunden unter hoher Belastung

Wie sich die größere Kapazität auf die Laufzeit auswirkt, hat das deutsche Technikportal Netzwelt untersucht.

In dessen standardisiertem Labortest erreichte das Galaxy Z Fold8 Ultra eine Laufzeit von 19 Stunden und 23 Minuten.

Zum Vergleich: Das Galaxy Z Fold7 kam beim gleichen Testverfahren auf 18 Stunden und 20 Minuten.

Damit läuft die neue Generation unter diesen Testbedingungen 63 Minuten länger.

Wichtig: Bei diesen Werten handelt es sich nicht um Herstellerangaben von Samsung, sondern um Messergebnisse des Netzwelt-Labors.

Für den Test wird ein Videostream über das Mobilfunknetz wiedergegeben und das Display mit maximaler Helligkeit betrieben. Dadurch entsteht eine vergleichsweise hohe Dauerbelastung, die vor allem einen reproduzierbaren Vergleich zwischen verschiedenen Smartphones ermöglichen soll.

Größerer Akku bedeutet nicht automatisch 14 Prozent mehr Laufzeit

Interessant ist ein Blick auf das Verhältnis zwischen Kapazität und gemessener Laufzeit.

Die Akkukapazität steigt gegenüber dem Fold7 um knapp 14 Prozent. Die im Labortest gemessene Laufzeit verbessert sich dagegen um rund sechs Prozent.

Das zeigt gleichzeitig, dass die tatsächliche Ausdauer eines Smartphones von wesentlich mehr Faktoren abhängt als nur von der aufgedruckten mAh-Zahl.

Displaygröße und Helligkeit, Prozessor, Mobilfunkverbindung, Software und das individuelle Nutzungsverhalten haben erheblichen Einfluss auf den Energieverbrauch.

Gerade das große Innendisplay eines Foldables stellt dabei besondere Anforderungen.

Auch beim Laden macht Samsung einen größeren Schritt

Nicht nur die Kapazität wurde erhöht.

Das Galaxy Z Fold8 Ultra unterstützt Schnellladen mit bis zu 45 Watt. Beim Galaxy Z Fold7 waren maximal 25 Watt möglich.

Samsung verwendet dafür eine sogenannte Dual-Path-Ladearchitektur. Die Energie soll dadurch effizienter innerhalb des Akkusystems verteilt und gleichzeitig die Wärmeentwicklung besser kontrolliert werden.

Nach Herstellerangaben erreicht das Fold8 Ultra damit innerhalb von 30 Minuten einen Ladestand von bis zu 67 Prozent.

Auch Netzwelt konnte die höhere Ladeleistung im eigenen Test nachvollziehen und maß in der Spitze 43 Watt. Für eine vollständige Ladung benötigte das getestete Gerät 67 Minuten.

Neue Akkus könnten für Foldables besonders wichtig werden

Die technische Entwicklung ist möglicherweise wichtiger als die gut eine Stunde zusätzliche Laufzeit des Fold8 Ultra.

Faltbare Smartphones befinden sich inzwischen in einem regelrechten Wettbewerb um jedes Zehntelmillimeter Gehäusedicke. Gleichzeitig werden die Displays größer und die verbauten Prozessoren leistungsfähiger.

Einfach einen größeren klassischen Akku einzubauen, würde diesem Ziel entgegenstehen.

Eine höhere Energiedichte bietet einen anderen Weg: Mehr Kapazität lässt sich im vorhandenen Bauraum unterbringen.

Andere Hersteller setzen deshalb bereits auf vergleichbare Technologien. Insbesondere bei aktuellen chinesischen Foldables sind Silizium-Carbon-Akkus inzwischen häufiger anzutreffen.

Dass nun auch Samsung diese Technik in einem eigenen Smartphone einsetzt, könnte ihre Verbreitung im Massenmarkt weiter beschleunigen.

5.000 mAh könnten erst der Anfang sein

Wie groß das Potenzial ist, zeigen bereits andere aktuelle Foldables.

Beim kürzlich vorgestellten Honor Magic V6 wird beispielsweise ein Silizium-Carbon-Akku mit 6.660 mAh mit einem extrem dünnen faltbaren Gehäuse kombiniert.

Damit zeichnet sich eine Entwicklung ab, von der Foldables besonders profitieren könnten.

Die Geräte müssen künftig möglicherweise nicht mehr zwischen möglichst dünnem Design und akzeptabler Akkulaufzeit wählen.

Fazit

Beim Galaxy Z Fold8 Ultra steckt eine der interessantesten Neuerungen unsichtbar im Inneren.

Durch den Wechsel auf eine Silizium-Kohlenstoff-Anode erhöht Samsung die Akkukapazität von 4.400 auf 5.000 mAh, ohne dafür das Konzept eines besonders dünnen Foldables aufzugeben.

Dass die zusätzliche Kapazität nicht nur auf dem Datenblatt existiert, zeigt der unabhängige Labortest von Netzwelt: Unter identischen Testbedingungen hält das Fold8 Ultra 19 Stunden und 23 Minuten durch und damit 63 Minuten länger als sein Vorgänger.

Noch interessanter ist allerdings die langfristige Entwicklung. Wenn sich Akkus mit höherer Energiedichte weiter durchsetzen, könnte eines der größten konstruktiven Probleme faltbarer Smartphones zunehmend an Bedeutung verlieren.

Größere Akkus müssten dann nicht zwangsläufig dickere Foldables bedeuten.

Quellen: Samsung Newsroom / Netzwelt

adminfp

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