Huawei macht ernst: Bereits am 7. September 2026 wird der chinesische Hersteller seine nächste Generation des dreifach faltbaren Smartphones vorstellen. Das Huawei Mate XT 2 soll dabei nicht einfach nur ein technisch verbessertes Mate XT werden. Aktuelle Informationen deuten darauf hin, dass Huawei sogar das grundlegende Faltkonzept überarbeitet.
Offiziell bestätigt sind inzwischen der Präsentationstermin und die Vorstellung im Zusammenhang mit HarmonyOS 7. Viele technische Details stammen dagegen weiterhin aus Leaks und sollten entsprechend vorsichtig betrachtet werden.
Vorstellung am 7. September
Huawei hat die Präsentation seiner neuen Tri-Fold-Generation für den 7. September 2026 um 14:30 Uhr chinesischer Zeit angekündigt.
Neben dem neuen dreifach faltbaren Smartphone soll bei der Veranstaltung auch HarmonyOS 7 eine wichtige Rolle spielen.
Damit wählt Huawei einen bemerkenswerten Termin: Nur zwei Tage später findet am 9. September Apples großes iPhone-Event statt, bei dem erstmals das lange erwartete faltbare iPhone vorgestellt werden könnte.
Anfang September könnten damit innerhalb weniger Tage zwei völlig unterschiedliche Vorstellungen von der Zukunft faltbarer Smartphones aufeinandertreffen.
Huawei soll den Faltmechanismus grundlegend verändern
Besonders interessant sind aktuelle Berichte über eine neue Konstruktion des Mate XT 2.
Das bisherige Mate XT verwendet ein Z-förmiges Faltprinzip. Dadurch kann ein Teil des großen flexiblen Displays im zusammengefalteten Zustand gleichzeitig als Außendisplay dienen.
Beim Mate XT 2 soll Huawei dieses Konzept möglicherweise ändern.
Leaks sprechen von einem stärker nach innen faltenden Mechanismus. Zusätzlich könnte das Gerät ein separates Außendisplay erhalten.
Sollten sich diese Informationen bestätigen, wäre das weit mehr als eine gewöhnliche Modellpflege.
Eine vollständig nach innen geschützte flexible Displayfläche könnte beispielsweise Vorteile bei der Haltbarkeit bieten, da empfindliche Bereiche des großen Displays im geschlossenen Zustand weniger exponiert wären.
Welche Konstruktion Huawei tatsächlich verwendet, werden wir allerdings erst bei der offiziellen Präsentation sehen.
Displaygröße offenbar ähnlich wie beim Vorgänger
Trotz des möglicherweise neuen Faltmechanismus soll Huawei an der grundsätzlichen Größe des Geräts festhalten.
Aktuelle Informationen aus China sprechen davon, dass die Displayabmessungen weitgehend denen der bisherigen Generation entsprechen.
Das Mate XT-Konzept bleibt damit außergewöhnlich: Ein relativ kompaktes mobiles Gerät lässt sich zweimal auffalten und verwandelt sich dadurch in eine Displayfläche, die eher an ein Tablet als an ein klassisches Smartphone erinnert.
Genau darin liegt der entscheidende Unterschied zu normalen Foldables wie Samsungs Galaxy-Z-Fold-Serie.
Neuer Kirin-Chip erwartet
Auch im Inneren dürfte Huawei aufrüsten.
Aktuelle Leaks sprechen von einem Prozessor der nächsten Kirin-Generation. Teilweise wird konkret ein Kirin 9050 beziehungsweise Kirin 9050 Pro genannt.
Ein chinesischer Leaker beschreibt den Chip als neue Pro-Version auf dem Niveau von Huaweis nächstem Jahres-Flaggschiff.
Offiziell bestätigt hat Huawei die genaue Prozessorbezeichnung bislang nicht.
Interessant wird insbesondere, wie Huawei Leistung und Energieverbrauch in einem Gerät mit drei Gehäusesegmenten und sehr großer Displayfläche ausbalanciert.
Bis zu 6.000 mAh Akku im Gespräch
Beim Akku könnte das Mate XT 2 ebenfalls einen deutlichen Schritt nach vorne machen.
Gerüchte nennen eine Kapazität von rund 6.000 mAh.
Für ein Tri-Fold wäre eine hohe Kapazität besonders sinnvoll. Das große aufgeklappte Display benötigt entsprechend viel Energie, gleichzeitig darf das Gerät im zusammengefalteten Zustand nicht unverhältnismäßig dick werden.
Neue Akkutechnologien ermöglichen Herstellern inzwischen höhere Kapazitäten bei vergleichsweise geringem Platzbedarf.
Ob Huawei tatsächlich die Marke von 6.000 mAh erreicht, muss die Präsentation zeigen.
Huawei soll auch die sichtbare Displayfalte verbessern
Eine der größten Herausforderungen jedes Foldables bleibt die Falte im flexiblen Display.
Beim Mate XT 2 soll Huawei deshalb auch Scharnier und Displaykonstruktion überarbeitet haben.
Leaks sprechen von einer deutlich weniger sichtbaren Falte.
Bei einem Tri-Fold ist dieses Thema sogar doppelt relevant: Anders als bei einem gewöhnlichen Foldable gibt es zwei Faltbereiche.
Wie groß die Verbesserung tatsächlich ausfällt, lässt sich anhand von Vorabinformationen kaum beurteilen. Gerade die Sichtbarkeit und Fühlbarkeit einer Displayfalte muss letztlich am fertigen Gerät beurteilt werden.
Auch die Kamera soll auf Flaggschiff-Niveau kommen
Huawei scheint beim Mate XT 2 zudem keine größeren Kompromisse bei der Kamera eingehen zu wollen.
Aktuelle Informationen sprechen von einer großen Hauptkamera mit hohem Dynamikumfang, einer neuen Multispektraltechnik sowie einem Periskop-Teleobjektiv.
Teilweise wird die Kameraqualität mit Huaweis Mate-X-Serie verglichen.
Das wäre bemerkenswert, denn gerade extrem dünne Foldables stellen Entwickler bei Kameras vor ein Platzproblem: Große Sensoren und Periskopobjektive benötigen vergleichsweise viel Raum im Gehäuse.
Hardware-Sichtschutz als ungewöhnliche Neuerung
Ein weiteres interessantes Detail aus aktuellen Leaks betrifft den Datenschutz.
Das Mate XT 2 soll möglicherweise einen hardwarebasierten Sichtschutz für das Display erhalten.
Wie Huawei diese Funktion technisch umsetzt und ob sie tatsächlich Bestandteil des Seriengeräts wird, ist noch unklar.
Sollte sich der Bericht bestätigen, könnte das gerade bei einem sehr großen Display sinnvoll sein. Aufgeklappt sind Inhalte schließlich für Personen in der Umgebung wesentlich leichter einzusehen als auf einem kleinen Smartphone-Bildschirm.
Tri-Fold gegen Foldable: Huawei und Apple verfolgen unterschiedliche Wege
Besonders spannend macht das Mate XT 2 der Zeitpunkt seiner Präsentation.
Huawei setzt weiterhin auf ein Gerät mit zwei Faltstellen und drei Segmenten, das aufgeklappt möglichst viel Tablet-Fläche bietet.
Apple soll dagegen wenige Tage später mit einem vergleichsweise klassischen Book-Style-Foldable starten.
Damit könnten zwei unterschiedliche Philosophien unmittelbar aufeinandertreffen:
Huawei: Smartphone → zweimal aufklappen → großes Tablet
Apple: Smartphone → einmal aufklappen → kompaktes Tablet
Welche Variante sich langfristig durchsetzt, dürfte auch davon abhängen, wie dünn, robust und bezahlbar die jeweiligen Geräte werden.
Was ist bestätigt und was ist noch Gerücht?
Bestätigt:
- Huawei stellt seine neue Tri-Fold-Generation am 7. September 2026 vor.
- Die Präsentation beginnt um 14:30 Uhr chinesischer Zeit.
- HarmonyOS 7 spielt bei der Veranstaltung eine zentrale Rolle.
- Huawei arbeitet an einer neuen Generation seines dreifach faltbaren Smartphones.
Noch nicht vollständig bestätigt:
- Kirin 9050 bzw. Kirin 9050 Pro,
- 6.000-mAh-Akku,
- neuer nach innen gerichteter Faltmechanismus,
- separates Cover-Display,
- Hardware-Sichtschutz,
- deutlich reduzierte Displayfalten,
- neue Multispektralkamera und
- genaue Preise und internationale Verfügbarkeit.
Fazit: Mehr als nur ein Mate XT mit neuer Hardware
Das Huawei Mate XT 2 könnte eine der interessantesten Foldable-Neuvorstellungen des Jahres werden.
Nicht der schnellere Prozessor oder eine bessere Kamera wären dabei die entscheidenden Neuerungen. Viel spannender ist die Frage, ob Huawei tatsächlich den gesamten Faltmechanismus überarbeitet.
Ein nach innen geschütztes großes Display, ein separates Außendisplay, weniger sichtbare Falten und ein größerer Akku könnten einige Schwächen der ersten Tri-Fold-Generation gezielt angehen.
Und nur zwei Tage später könnte mit Apples erstem faltbaren iPhone der bislang größte neue Konkurrent auf den Foldable-Markt treten.
Die erste Septemberwoche dürfte damit für Foldable-Fans außergewöhnlich spannend werden.
Quellen
Huawei / offizielle Ankündigung der Präsentation am 7. September 2026
IT之家 (ITHome), 27. August 2026 – aktuelle Informationen und Leaks zum Mate XT 2
Xiaomiui, 26. August 2026 – Termin und bisher bekannte technische Details